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Der Präsident des Bundesrechnungshofs Dieter Engels erhält Bröckemännche-Preis 2014

Prof. Dr. Dieter Engels. Foto: Volker Lannert/Uni Bonn

Der Bonner Medien-Club ehrt den Präsidenten des Bundesrechnungshofs, Prof. Dr. Dieter Engels, mit seinem Bröckemännche-Preis. Das hat die Bonner Vereinigung von über 200 Journalisten und Pressesprechern heute bekanntgegeben. Die Auszeichnung wird jährlich an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vergeben, die in guter rheinischer Manier "wider den Stachel löcken". Die Verleihung des Bröckemännche-Preises 2014 findet vor geladenen Gästen im Rahmen des BMC-Neujahrsempfangs am Montag, 20. Januar 2014 statt.

"Der Präsident des Bundesrechnungshofes muss schon 'von Amts wegen' wider den Stachel löcken. Dieter Engels ist in dieser Beziehung ein unbequemer Begleiter der Regierenden, stets engagiert und gewissenhaft, jedoch unprätentiös und überparteiisch ", sagt der Vorsitzende des BMC, Dr. Andreas Archut. Dies habe Engels erfolgreich mit seinem Beharren unter anderem auf einer nachhaltigen Haushaltspolitik des Bundes bewiesen und seinem unablässigen Einfordern einer Schuldenbremse im Grundgesetz.

Wenn es darum geht, Fehlentwicklungen und Missstände anzuprangern, nahm und nimmt der sympathische Rheinländer kein Blatt vor den Mund, etwa bei Entwicklungsprojekten wie dem Transrapid, dem Militärtransportflugzeug A 400 M oder dem Bahnhof Stuttgart 21. Engels eckte in seiner bisherigen Amtszeit nicht nur bei den jeweiligen Regierungen an, er scheute auch nicht den Konflikt mit hohen Tieren und starken Lobbies, seien es Großinvestoren, Sozialversicherungsträger, die Kulturszene oder die Bundesländer.

Dr. Archut betont: "Auch Engels' Position zum Bonn/Berlin-Gesetz zeigt, wie sehr er sich der Sache verpflichtet fühlt - der Sache Bonns, aber auch einer langfristig funktionsfähigen Organisation der Bundesverwaltung." Engels habe stets unmissverständlich klargestellt, dass Bonn im Geiste des Bonn/Berlin-Gesetzes eine faire Behandlung verdiene; gleichzeitig forderte er, Realitäten (zum Beispiel die viel zitierte "Rutschbahn") zur Kenntnis zu nehmen und aktiv zu gestalten.


Über den Preisträger:

Dieter Engels, 1950 in Mechernich geboren, machte sein Abitur am Bonner Beethoven-Gymnasium und studierte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Rechtswissenschaften, wo er 1979 promoviert wurde. Nach dem Eintritt in den Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages 1983 erfolgte bereits 1989 die Ernennung zum Sekretär des Haushaltsausschusses des Bundestages. Von 1992 bis 1996 war er Verwaltungsleiter der SPD-Bundestagsfraktion. Ende 1996 ging Engels als Vizepräsident zum Bundesrechnungshof. Im Jahr 2002 wurde er zu dessen Präsidenten gewählt. Seine zwölfjährige Amtszeit endet im April 2014. Engels ist Honorarprofessor der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer sowie Vorsitzender des Hochschulrates der Universität Bonn.


Über den Bonner Medien-Club:

Der Bonner Medien-Club ist die Vereinigung von mehr als 200 Mitgliedern, die als Journalisten und Pressesprecher in Bonn oder der Region leben und/oder arbeiten. Zweck des BMC ist die Pflege der Beziehungen seiner Mitglieder untereinander und zu den Behörden, Institutionen und anderen Einrichtungen des öffentlichen Lebens in der Region. Der BMC veranstaltet Hintergrundgespräche mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Hausbesuche bei Einrichtungen in Bonn und Umgebung sowie Informationsreisen.


Über das Bröckemännche:

Mit dem "Bröckemännche" (Brückenmännchen) wird seit 1999 alljährlich eine Persönlichkeit aus Bonn und der Region ausgezeichnet, die "wider den Stachel löckt", sich nicht in Schablonen pressen lässt, den Mut zum Unkonventionellen hat, gegen den Strom schwimmt etc. Namensgeber des Preises ist eine Sandsteinfigur an der Bonner Kennedybrücke, deren Miniaturausgabe jährlich als Preis verliehen wird.


Das Bröckemännche wurde ursprünglich von den Bonnern am Beueler Brückenkopf der ersten Bonner Rheinbrücke installiert. Die Figur hielt mit herausgestreckter Zunge ihr Hinterteil ins Rechtsrheinische. Sie erinnerte damit an den Umstand, dass sich weder der preußische Staat, noch das damals eigenständige Beuel an den Baukosten der 1898 eröffneten Brücke beteiligt hatten. Nach der Zerstörung der Brücke im Zweiten Weltkrieg wurde eine Replik des Bröckemännches an der neuen Brücke angebracht. Diesmal auf Bonner Seite und mit einer neuen Ausrichtung, nämlich als "Gruß" an das mit Bonn um den Regierungssitz konkurrierende Frankfurt
am Main.

Zu den mit dem Bröckemännche Ausgezeichneten gehören Journalisten wie die WDR-Intendantin Monika Piel, Politiker wie Wolfgang Clement, der kürzlich verstorbene Unternehmer Hans Riegel (HARIBO) sowie der Arzt und Autor Dr. Manfred Lütz. 2013 erhielt der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach die begehrte Auszeichnung. Die vollständige Liste der Ausgezeichneten findet sich hier: www.bonner-medienclub.de/index.php

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