Hinter den historischen Villen am Bonner Rheinufer auf Höhe des Museums Koenig verbirgt sich weit mehr als eine Stiftungsverwaltung. Beim Besuch auf dem Campus der Montag Stiftungen wurde schnell deutlich: Da wird nicht nur gefördert, sondern ausprobiert, diskutiert und immer wieder Neues angestoßen. Die Stiftungsgruppe engagiert sich bundesweit unter anderem für bessere Bildung, gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung und kulturelle Teilhabe.
„Wir müssen bereit sein, gegen den Strom zu denken und zu handeln“, sagte Vorstand Karl-Heinz Imhäuser. Dieser Satz beschreibe nicht nur die Haltung des Stifters Karl Richard Montag, sondern präge bis heute die Arbeit der Stiftungen. Ziel sei es, neues und „nützliches Wissen für die Gesellschaft“ zu schaffen und Erfahrungen weiterzugeben – auch dann, wenn Projekte nicht den erhofften Erfolg bringen.
Pressesprecherin Sabine Milowan verwies auf den Wunsch des Stifters nach einer Gesellschaft, „in der jeder Mensch die Chance bekommt, sich nach seinen Stärken zu entwickeln und zu leben“. Ein weiterer Leitgedanke laute, „nicht das Trennende zu betonen, sondern das Verbindende zu suchen“. Entsprechend setzen die Montag Stiftungen auf Projekte, die Menschen zusammenbringen und neue Formen gesellschaftlicher Beteiligung erproben. Und eine gute Portion hervorragender Kunst darf es auch noch sein – ob bildende Kunst, Malerei oder Kunst am Bau. Der BMC erlebte an einem gelungenen Abend ein beeindruckendes Ensemble.
Richard Bongartz
